Ganz in Gottes Hand: Tuareg mehrerer Clans haben wegen eines Feldes miteinander gestritten, miteinander gegessen – und schließlich einen Kompromiss ausgehandelt.
Frieden im Gebet: Muslim Yehia verneigt sich gen Mekka. Er koordiniert das Programm Mali-Nord, in dem Mechaniker etwa lernen, Bewässerungspumpen zu warten.
Henner Papendieck (rechts) zusammen mit Yehia Ag Mohammed Ali.
Zwischen Berlin und Bamako: Barbara Papendieck (links) engagiert sich (zusammen mit ihrem Mann Henner) seit 1994 in Mali, unbeeindruckt von Dürre, Krieg und Heuschreckenplagen.
Wichtige Köpfe: Yehia Ag Mohammed Ali verhandelt mit einem Tuareg über ein neues Bewässerungsprojekt.
Staubige Fahrten über Land gehören zum Alltag in Mali.
Lehrgang für die Wartung von Bewässerungspumpen
Weil der Sahel immer mehr verödet, entbrennt der Streit um die verbleibenden Äcker: Pumpen werden laufend repariert, um mit neuen Feldern die Knappheit zu entschärfen.
Planung von bewässerten Reiskulturen.
Viele Zivilisten waren Opfer des Bürgerkriegs.
Boot als Schulbus: Schüler und ihre Lehrer kreuzen den Niger auf dem Weg zu ihrer Schule.
Die Rückkehr der Wüstenritter
Im Norden Malis herrschen Dürre und Armut. Aus purer Not heraus rebellierten die solzen Tuareg gegen die Regierung im Süden. Seit dem Friedensschluss 1995 fliesst deutsches Geld in die gebeutelte Region – aber nur dann, wenn die einst verfeindeten Gruppen einträchtig zusammen arbeiten.
Mit Henner Papendieck und dem Tuareg Yehia ist Frieden über das Land gekommen wie ein warmer Regen über die Wüste. Denn Mali ist nackt. Wo die beiden auftauchen, beginnt, ein Wunder ist´s, das graue, karge Land schon bald zu blühen, wogen grüne Felder von Getreide, Hirse und Weizen, wo vorher nur Sand und Dornen waren. Vor neuen Lehmhütten spielen Kinder, als hätte es niemals Krieg gegeben. Schwarze und Tuareg, die sie “Rothäute” nennen, während der Rebellion strikt getrennt, balgen heute als bunte Schar gemeinsam durch den Staub, necken die Ziegen, plantschen im Niger. Sie wissen nicht, dass sie das einem Deutschen zu verdanken haben und Yehia Ag Mohammed Ali, Sohn eines Marabut, eines Stammesweisen. Stolz wie sein Vater, manchmal aufbrausend wie viele Tuareg, geschickt und geduldig.
Fotograf: Uli Reinhardt











