Die Rückkehr der Wüstenritter

Im Norden Malis herrschen Dürre und Armut. Aus purer Not heraus rebellierten die solzen Tuareg gegen die Regierung im Süden. Seit dem Friedensschluss 1995 fliesst deutsches Geld in die gebeutelte Region – aber nur dann, wenn die einst verfeindeten Gruppen einträchtig zusammen arbeiten.

Mit Henner Papendieck und dem Tuareg Yehia ist Frieden über das Land gekommen wie ein warmer Regen über die Wüste. Denn Mali ist nackt. Wo die beiden auftauchen, beginnt, ein Wunder ist´s, das graue, karge Land schon bald zu blühen, wogen grüne Felder von Getreide, Hirse und Weizen, wo vorher nur Sand und Dornen waren. Vor neuen Lehmhütten spielen Kinder, als hätte es niemals Krieg gegeben. Schwarze und Tuareg, die sie “Rothäute” nennen, während der Rebellion strikt getrennt, balgen heute als bunte Schar gemeinsam durch den Staub, necken die Ziegen, plantschen im Niger. Sie wissen nicht, dass sie das einem Deutschen zu verdanken haben und Yehia Ag Mohammed Ali, Sohn eines Marabut, eines Stammesweisen. Stolz wie sein Vater, manchmal aufbrausend wie viele Tuareg, geschickt und geduldig.

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