Zeitenspiegel Reportagen

Reporterreisen 2018

07.05.2018

Dreizehnter Lehrgang der Zeitenspiegel-Reportageschule Reutlingen für Auslandsreportagen in Moldawien

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„Moldawien“ sagt der Volksmund, „Republik Moldau“ heißt das Land, eingeschlossen von Rumänien und der Ukraine, östlicher Nachbar der EU, richtig. 1991 erklärte die Moldawische Sozialistische Sowjetrepublik (MSSR) – bis zu diesem Zeitpunkt einer der wohlhabendsten Teilstaaten, Garten und Weinberg der Sowjetunion – ihre Unabhängigkeit. Zwar ist Moldau multiethnisch, multikulturell und multisprachig. Doch die Spannung zwischen Ost und West, Russland und der EU, bleibt spürbar. Dreieinhalb Millionen Menschen leben hier.

Kaum jemand in Deutschland weiß mehr über das Land als das bisschen, was hin und wieder in Berichten über Armut und Menschenhandel durch unsere Medien schwappt. Die 13 Schüler des 13. Lehrgangs der Zeitenspiegel-Reportageschule Reutlingen recherchieren vom 1. bis zum 13. Mai, was dran ist am schlechten Image – und vor allem über das Leben jenseits davon.

Entstehen wird das Online-Magazin „Reporterreisen“, in Kooperation mit der Advanced Journalism School of Chisinau. Jedes Jahr werden an der Journalistenschule in der moldawischen Hauptstadt 20 Studenten zehn Monate lang praxisnah ausgebildet – im Bereich Radio, Fernsehen, Fotografie und Online-Journalismus. Sie lernen zu recherchieren und diskutieren über Ethik im Journalismus. Die Dozenten sind moldawische Journalisten, aber auch Experten aus EU-Ländern.

Unterstützt wird die Recherchereise von der Robert-Bosch-Stiftung, der Wiedeking Stiftung Stuttgart und der Schairer-Stiftung.

Die Republik Moldau in Zahlen – zusammengetragen von Reportageschüler Fabian Franke:

3,55 Millionen Einwohner hat die Republik Moldau offiziell – auf einer Fläche so groß wie Nordrhein-Westfalen (rund 18 Millionen Einwohner).

Etwa 40 Prozent der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter arbeiten außerhalb der Landesgrenzen.

Mit etwa 1,5 Millionen Flaschen hat Moldawien den größten Weinkeller der Welt. Jede zweite Flasche, die in der Sowjetunion getrunken wurde, kam einst aus Moldau.

Mit 26 Prozent sind landwirtschaftliche Produkte, darunter Kerne, Nüsse und Getreide, die wichtigsten Exportgüter.

71 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung – und entspricht damit ziemlich genau dem weltweiten Durchschnitt.

Mit 1,2 Kindern pro Frau liegt die Fertilitätsrate unter dem EU-Durchschnitt: Der liegt bei 1,6.