Zeitenspiegel Reportagen

BOLT_BAUMANN_01

1. Preisträger 2018 | Hansel-Mieth-Preis

Die Entdeckung der Schnelligkeit

Erschienen in “Das Magazin” 29/2017

Von Christoph Gertsch und Michael Krogerus (Text) sowie Julian Baumann (Fotos)

Usain Bolt, Jahrhundertsportler und Naturwunder, tritt ab. Unsere Autoren haben sich in Jamaika an seine Fersen geheftet – und landeten in seinen Armen.

Der Biss der schwarzen Schlange

1. Preisträger 2018 | Hansel-Mieth-Preis Digital

Der Biss der schwarzen Schlange

Erschienen in der Digitalausgabe „Der Spiegel“ 09/2017

Maria Feck

Sie blieben, als die Bagger kamen. Sie blieben, als man die Hunde auf sie hetzte. Sie blieben, um zu kämpfen: Monatelang protestierten die Sioux in North Dakota gegen eine Ölpipeline. Sie fürchteten, dass mit der “schwarzen Schlange” eine finstere Prophezeiung ihrer Vorväter wahr wird. Obama hatte das Projekt gestoppt - doch dann kam Trump.

Elf Jahre Einsamkeit

1. Preisträger 2018 | Gabriel-Grüner-Schülerpreis

Elf Jahre Einsamkeit

Autorin: Greta Maurer, Fotografin: Lea Schrentewein

Seit elf Jahren lebt der Bauer Fortunat Gurschler, 51, nun schon mit seiner Frau Katrin und den drei Kindern auf dem Saxalbhof. Der Bauernhof im Schnalstal auf 1363 Metern Höhe ist einer der letzten unerschlossenen Höfe in Südtirol. Das soll sich nun ändern. Eine lang ersehnte Zufahrtsstraße soll das Leben auf dem Hof wesentlich erleichtern.

„I glab, i bin zu deitsch“_Taeser

1. Preisträger 2017 | Gabriel-Grüner-Schülerpreis

„I glab, i bin zu deitsch“

Autorin: Jasmin Angler, Fotografin: Sara Wegleiter

Auf hochdeutsch: „Ich glaube, ich bin zu deutsch.“ Zu deutsch, in Südtirol? Deutsch und Südtirol klingen sprachlich doch nach engen Freunden, aber geographisch sieht es da etwas anders aus: Südtirol ist eine norditalienische Provinz. Zu deutsch, in Italien? Wie italienisch ist Südtirol überhaupt?

Ein kurzer Traum

1. Preisträger 2017 | Hansel-Mieth-Preis

Ein kurzer Traum

Erschienen im “SZ Magazin” 49/2016

Von Daniel Etter (Text und Fotos)

Das Bild einer geflüchteten Familie am Strand von Kos wurde weltberühmt. Der Fotograf hat ihr Schicksal weiterverfolgt - und schildert, warum die Familie jetzt wieder ganz am Anfang steht.

Schweigen ist Tod

1. Preisträger 2017 | Hansel-Mieth-Preis Digital

Schweigen ist Tod

Erschienen in der Digitalausgabe „Der Spiegel“ 11/2016

Maria Feck und Christina Schmidt

Fast einen Selbstmord pro Woche gibt es in Grönland, durchschnittlich 50 Tote im Jahr - bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 56 000. Das ist so, als würde sich in Deutschland ganz Lüneburg umbringen. Die Selbstmordrate ist seit drei Generationen so hoch. Schlimmer noch: Es sind vor allem junge Menschen, die sich umbringen. Weil die Erwachsenen kaum was dagegen tun, versucht die Jugend nun, sich selbst zu retten.

Aufstieg von ganz unten

1. Preisträger 2017 | Gabriel-Grüner-Stipendium

Aufstieg von ganz unten

Autorin: Nicola Graaf, Fotograf: Sudharak Olwe

Mehrere Wochen lang begleiteten Nicole Graaf und Fotograf Sudharak Olwe einen Müllmann aus Mumbai in Indien, der zur Kaste der Unberührbaren zählt, inzwischen fünf Hochschulabschlüsse besitzt und als Doktorand am renommierten Tata Institut für Sozialwissenschaften arbeitet. Die Geschichte eines Aufstiegs durch Bildung, so märchenhaft, als hätte Bollywood sie erfunden. Doch die Recherchen des Teams förderten auch Widersprüchliches zu Tage.

Bewusst im Leben

1. Preisträger 2016 | Gabriel-Grüner-Schülerpreis

Bewusst im Leben

Autorin: Clara Schönthaler, Fotografin: Eva Maria Frank

Jürgen Tonezzer arbeitet als Bestatter. Dieser Beruf ist selten und unentbehrlich zugleich. Wie lebt es sich, wenn man jeden Tag mit dem Tod zu tun hat?

Der Einbruch der Wirklichkeit

1. Preisträger 2016 | Hansel-Mieth-Preis

Der Einbruch der Wirklichkeit

Erschienen in “Der Spiegel” 42/2015

Von Navid Kermani (Text) und Moises Saman (Fotos)

Zu Fuß, in Bussen, Gefängniswagen oder Sonderzügen zieht ein langer Flüchtlingstreck von der griechischen Insel Lesbos in Richtung Deutschland. Navid Kermani war im Herbst 2015 auf dieser “Balkanroute” unterwegs. In seiner einfühlsamen Reportage berichtet er davon, warum die Welt der Krisen und Konflikte, die wir weit vor den Toren Europas wähnten, plötzlich auch unsere Welt ist.

Exodus

1. Preisträger 2016 | Hansel-Mieth-Preis Digital

Exodus

Erschienen in der Digitalausgabe “Süddeutsche Zeitung” am 27.11.2015

Autorin: Kim Wall, Fotografin: Coleen Jose, Videos: Jan Hendrik Hinzel

Es ist der Untergang einer Zivilisation, einer Kultur und einer Nation: Während die Politik darüber verhandelt, wie viel Klimawandel die Erde aushält, verschlingt das steigende Meer die Marshallinseln schon heute. Der Exodus hat begonnen.

Vergissmeinnicht

1. Preisträger 2016 | Gabriel-Grüner-Stipendium

Vergissmeinnicht

Autor: Martin Theis, Fotograf: Jakob Schnetz

Bedrohung ist Normalität in Bergkarabach, einer autonomen Region zwischen Armenien und Aserbaidschan. Zu Sowjetzeiten wurde das Gebiet von Aserbaidschan verwaltet, Armenier und Aserbaidschander lebten nebeneinander. Ethnische Konflikte eskalierterten 1988 in Massaker an Armeniern, im folgenden Bürgerkrieg starben Zehntausende. Schließlich schlugen die Armenier die Aserbaidschander in die Flucht. Seit 1994 herrscht ein Waffenstillstand, der seinen Namen kaum verdient.

Hin und weg

1. Preisträger 2015 | Gabriel-Grüner-Schülerpreis

Hin und weg

Text und Fotos: Hannah Lechner und Valentine Salutt

Viktoria Fuchs hat den Vinschgau hinter sich gelassen und lebt in Dublin, die Münchnerin Martina Wienchol hat im Vinschgau eine neue Heimat gefunden. Zwei Lebensentwürfe zwischen Aufbrechen und Ankommen.

Schwimmbad in Berlin-Neukölln

1. Preisträger 2015 | Hansel-Mieth-Preis

Nass und Gewalt

Erschienen im “SZ-Magazin” 37/2014

Von Patrick Bauer (Text) und Andy Kania (Fotos)

Messer, Prügel, Polizeieinsätze: Das Columbiabad in Berlin-Neukölln ist das berüchtigtste Freibad Deutschlands. Aber die Bademeister geben noch nicht auf.

Päng, Päng in Polen

1. Preisträger 2015 | Gabriel-Grüner-Stipendium

Päng, Päng in Polen

Autorin: Christina Schmidt, Fotograf: Lennart Helal

Um sein Vaterland zu retten braucht man: Helm, Uniform, Handschuhe, Mütze, Tarnfarbe für das Gesicht, eine Weste mit ausreichend Taschen, Stift und Zettel, Nadeln, Pflastern, eine Krankenversicherung. Und eine Waffe.Um sein Vaterland zu retten, braucht man: Einen polnischen Pass, ein Szenario im Kopf, in dem Freunde und Eltern angegriffen werden, eine Idee davon, wer diese Angreifer sein könnten - und Angst vor ihnen, aber nicht zuviel. Und zwei Tage Zeit.

Unsichtbar_Vom Leben auf der Strasse

1. Preisträger 2015 | Hansel-Mieth-Preis Digital

Unsichtbar - Vom Leben auf der Straße

Erschienen in der Digitalausgabe „Berliner Morgenpost”

Autorin: Uta Keeling, Fotograf: Reto Klar, Online Umsetzung: Julius Träger, Moritz Klack, Max Boenke

Jeden Tag begegnen wir Menschen, die auf der Straße leben - doch oft genug schauen wir an ihnen vorbei, als seien sie gar nicht da. Wer sind sie, was ist ihre Geschichte? Was bedeutet es, obdachlos zu sein?

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1. Preisträger 2014 | Hansel-Mieth-Preis

Angst

Erschienen in “Der Spiegel” 16/2013

Von Takis Würger (Text) und Armin Smailovic (Fotos)

Der Boxweltmeister Andreas Sidon ist 50 Jahre alt, und seine Ärzte warnen ihn: Beim nächsten Kampf könnte er sterben. Aber Sidon will der Welt zeigen, dass er lebt.

Passport Heroes_teaser

1. Preisträger 2014 | Gabriel-Grüner-Stipendium

Passport Heroes

Autorin: Karen Naundorf, Fotograf: Luca Zanetti

Die Organisation Peacewatch verschickt freiwillige Menschenrechtsbeobachter aus Europa nach Kolumbien. Unter ihnen: Studenten, Rentner, Lehrer. Ihre Waffe: sehen und gesehen werden. Ihr Schutz: der Reisepass.

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1. Preisträger 2013 | Hansel-Mieth-Preis

Ein Leben in Kabul

Erschienen im “Stern” am 16.08.2012

Von Jan Christoph Wiechmann (Text) und Seamus Murphy (Fotos)

Sie waren einmal fünf Brüder. Sie kannten nichts als Krieg. Ihre Geschichte handelt von Tod und Zärtlichkeit, von Armut und Hoffnung. Es ist die Geschichte Afghanistans.

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1. Preisträger 2012 | Hansel-Mieth-Preis

Guantánamo

Erschienen im “Stern”, 3/2012

Autoren: Cornelia Fuchs und Uli Rauss / Fotografen: Monika Fischer und Mathias Braschler

Wir kennen sie nur als Gestalten in orangefarbenen Overalls. Weggesperrt, gequält, entmenschlicht. Vor zehn Jahren kamen die ersten Gefangenen in das berüchtigte Lager, das bis zu 779 Insassen hatte. Die meisten wurden inzwischen entlassen. stern-Reporter machten sich weltweit auf die Suche nach den Menschen, die Guantánamo überlebt haben. Erzählen ihre Geschichte, geben ihnen ein Gesicht.

Hansel-Mieth-Preis 2011

1. Preisträger 2011 | Hansel-Mieth-Preis

Die andere Seite

Erschienen in “GEO Special Schottland”

Von Autorin Susanne Krieg und Fotograf David Gillanders

Stahl und Kohle waren einmal. Das Arbeiterherz Glasgows hat aufgehört zu schlagen. Der Osten der Stadt gilt als härtester Platz Großbritanniens. Hier, im Stadtteil Gorbals, lebt die Familie von Paul Mann …

Hansel-Mieth-Preis

1. Preisträger 2010 | Hansel-Mieth-Preis

Freude, schöner Götterfunken

Erschienen im “Zeit Magazin”, Nr. 48/2009

Von Autorin Andrea Böhm und Fotograf Marcus Bleasdale

Was tun in einem von Bürgerkrieg, Armut und Korruption geschlagenen Land wie dem Kongo? Ein Orchester gründen! Händel, Mozart, Beethoven spielen — was sonst?

Hansel-Mieth-Preis 2008

1. Preisträger 2008 | Hansel-Mieth-Preis

Die Knochenmühle

Erschienen in “Greenpeace Magazin”, 6/2007

Autor Wolfgang Bauer und Fotograf Daniel Rosenthal

Chinas Wirtschaftsboom fordert Opfer: In den Fabriken ruinieren Millionen Wanderarbeiter ihre Gesundheit.

Hansel-Mieth-Preis 2005

1. Preisträger 2005 | Hansel-Mieth-Preis

Das Dilemma des Commandante

Erschienen in “mare”, Heft 49

Autor Dimitri Ladischensky und Fotograf Francesco Zizola

Der Zwanzigtausend-Menschen-Retter hat keinen, der ihn feiert. Es ist Sonntag, milchblauer Glast hängt über dem Meer. An Land hat sich schon alle Milde verflüchtigt. Die Sonne führt den Empfangsplatz in seiner ganzen Leere vor.

Hansel-Mieth-Preis 2004

1. Preisträger 2004 | Hansel-Mieth-Preis

Killer üben Nächstenliebe

Erschienen in “Die Zeit”, 26.2.2004

Autor Christian Schüle und Fotograf Dirk Eisermann

Er ist gekommen. Es ist nicht schwer, ihn zu erkennen. Er ist klein. Er hat dürre Beine. Er ist 34. Er kommt jeden Tag zwischen zwölf und zwei. Reden kann er nicht. Er hat keinen Mund. Um den Hals gewickelt ist ein großes weißes Handtuch, das sein Gesicht verdecken könnte, wenn er eines hätte.

Hansel-Mieth-Preis 2003

1. Preisträger 2003 | Hansel-Mieth-Preis

Noch mal leben vor dem Tod

Erschienen in “SPIEGEL”, 23.9.2003

Autor: Beate Lakotta Fotograf: Walter Schels

Die meisten Ärzte kapitulieren, wenn sie nicht mehr heilen können – zu Unrecht. Die Erfahrung in Hospizen wie dem Berliner Ricam beweist, dass sich das Leiden Todkranker immer besser lindern lässt. Schwerer ist es oft, die Seele des Sterbenden mit dem Tod zu versöhnen.

Hansel-Mieth-Preis 2002

1. Preisträger 2002 | Hansel-Mieth-Preis

Pecnik – ein Dorf im Feindesland

Erschienen in “GEO”, 2/2002

Autorin Petra Reski und Fotograf Paolo Pellegrin

Schöne Natur hier, sagt die alte Frau, die neben dem Schutthaufen steht. Und wenn man die Häuser ignoriert, die man gebrandschatzt hat, wenn man sich die pockennarbigen Mauerreste, die verkohlten Fundamente und das Get ready Tschetnik! auf den Trümmern wegdenkt, wenn man es schafft, von den zerschossenen Apfelbäumen, den faustgroßen Einschusslöchern in der Kirche und von der unter Granatsplittern zerborstenen Linde auf dem Kirchhof abzusehen, dann muss man ihr zustimmen.

Hansel-Mieth-Preis 2001

1. Preisträger 2001 | Hansel-Mieth-Preis

Wandern für Deutschland

Erschienen in “SPIEGEL reporter”, Nr. 04/2001

Autor Uwe Buse und Fotograf Matthias Jung

Wie verwandelt man prügelnde Neonazis und linke Chaoten in gute Menschen? Diskutieren? Demonstrieren? Oder wegsperren? Ein Hotelier aus Wismar lud zwei Skinheads und zwei Punks ein zu einer Reise durch Namibias Wüste. 600 Kilometer in fünf Wochen, und das alles zu Fuß.

Hansel-Mieth-Preis 2000

1. Preisträger 2000 | Hansel-Mieth-Preis

Blödes Kind

Erschienen in “Das Magazin”, Nr. 38/2000

Autorin Antje Potthoff und Fotograf Vincent Kohlbecher

Das Mädchen hat nicht halten können, was sich die Mutter von ihrer Tochter versprach. Ist 23 Jahre alt und hilfloser als ein kleines Kind. Zu hundert Prozent geistig behindert, Epileptikerin. Eine klein gebliebene Frau, die zum Dickwerden neigt. Mit schmalen Kinderhänden und -füßen. Das helle, kurz geschnittene Haar strähnig, das Gesicht rund und flach, darin ein kleiner Mund, der beim Sprechen, Lachen, Staunen, bei jedem Öffnen Speichelfäden über den Zähnen freilegt.

1. Preisträger 1999 | Hansel-Mieth-Preis

Menschliche Überreste, 110 Kilogramm

Erschienen in “Spiegel spezial”, 4/1999

Autor Nicol Ljubic und Fotograf Andreas Herzau

Niemand in Bhedwal, dem Dörfchen im indischen Pandschab, konnte erklären, was diesen Jungen nach Deutschland getrieben hatte. Zurück bekamen sie ihn in einer Holzkiste.

Hansel-Mieth-Preis 1998

1. Preisträger 1998 | Hansel-Mieth-Preis

Palästina

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Autorin Stefanie Rosenkranz und Fotograf Kai Wiedenhöfer

Vor 22 Jahren, mitten in der Nacht, wurde der Häftling und Schriftsteller Mahmoud Shkair in einem israelischen Gefängnis aus dem Schlaf gerissen. Irgendjemand verband ihm die Augen und schob ihn in ein Auto. Irgendwann hielt der Wagen an. Irgendjemand schrie: “Raus!” Dann nahm man ihm die Augenbinde ab, und ein israelischer Offizier sagte: “Sie sind auf libanesischem Boden. Sie sind deportiert.” – “Ich komme zurück”, stammelte Shkair. “Nie”, sagte der Offizier und fuhr davon. Und Shkair taumelte im Morgengrauen seinem Exil entgegen.