Zeitenspiegel Reportagen

Hansel-Mieth-Preis 2015

Hansel-Mieth-Preis und Grüner-Stipendium 2015 vergeben

2015/03/09

Der Hansel-Mieth-Preis 2015 geht an den Autoren Patrick Bauer und den Fotografen Andy Kania. Sie erhalten die renommierte Auszeichnung für ihre Reportage „Nass und Gewalt“, die im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen ist. Der Beitrag, dessen (Bild-)Sprache zwischen lakonisch und launig hin- und herschwappt, spielt im Columbiabad in Berlin-Neukölln, dem „berüchtigtsten Freibad Deutschlands“.

Im Rahmen des Hansel-Mieth-Preises, bei dem Text und Fotos engagierter Reportagen gleichermaßen bewertet werden, wurden zudem ausgezeichnet:

  • „Ein halber Held“ (Geo) von Andreas Wenderoth (Text und Fotos)

  • „Jugend ohne Sex“ (Die Zeit) von Malte Henk (Text) und Noriko Hayashi (Fotos)

  • „Herzenssache“ (Zeit Magazin) von Nataly Bleuel und Tanja Kernweiss

  • „Eine Liebe in Gaza“ (Der Spiegel) von Barbara Hardinghaus und Sandra Hoyn

  • „Emmi und Soschka“ (Mare) von Dimitri Ladischensky und Joanna Nottebrock

  • „Action!“ (Neon) von Alard von Kittlitz und Anne Ackermann

  • „Penis a la Playa“ (Stern) von Ulrike Posche und Thomas Rabsch

  • „Und vor uns liegt das Glück“ (Zeit Magazin) von Wolfgang Bauer und Stanislav Krupar

  • „Die Entscheiderin“ (Stern) von Frauke Hunfeld und Djamila Grossman

Diese Reportagen werden in einem Sammelband veröffentlicht. Eine Auswahl der Sammelbandbeiträge wird zudem, mit Unterstützung der Südtiroler Sparkassen-Stiftung, als Hör-CD erscheinen. Sammelband und Hör-CD sind u.a. bei Zeitenspiegel Reportagen erhältlich. Zur Adresse

Die Agentur Zeitenspiegel Reportagen erinnert mit dem Journalistenpreis an ihr 1998 verstorbenes Ehrenmitglied Hansel Mieth, die als Fotografin für das amerikanische Magazin LIFE gearbeitet hat und sich sozialen Themen widmete. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Für den 17. Hansel-Mieth-Preis wurden 100 Bewerbungen eingereicht.

Beim Hansel-Mieth-Preis digital, der 2015 zum ersten Mal verliehen wird, gibt es zwei Gewinner: den Beitrag „Unsichtbar – vom Leben auf der Straße“ über Berliner Obdachlose von Uta Keseling (Text) und Reto Klar (Fotos), erschienen auf morgenpost.de, sowie „Schwarzer Tod“, eine Multimedia-Reportage über die Pest auf Madagaskar von Isabelle Buckow (Text) und Christian Werner (Fotos), erschienen auf süddeutsche.de Für den Preis, der mit 6.000 Euro dotiert ist, wurden 30 Bewerbungen eingereicht.

Das Gabriel-Grüner-Stipendium 2015 geht an den Autor Martin Theis und den Fotografen Jakob Schnetz. Das Team plant eine Reportage über den seit Jahren schwelenden Konflikt in und um Berg-Karabach, der im Zuge der Ukraine-Krise wieder aufflammt. Das Stipendium ist ebenfalls mit 6.000 Euro dotiert und unterstützt dieses Vorhaben. Zusätzlich erhalten die Autorin und der Fotograf ein zweimonatiges Residenzstipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.

Das Gabriel-Grüner-Stipendium erinnert an den stern-Reporter Gabriel Grüner, der 1999 zusammen mit dem Fotografen Volker Krämer und dem Übersetzer Senol Alit im Kosovo ermordet wurde. Für das 16. Gabriel-Grüner-Stipendium wurden 35 Bewerbungen eingereicht.

Das Gabriel-Grüner-Schülerstipendium für Südtirol, das Zeitenspiegel Reportagen 2015 zum ersten Mal gemeinsam mit dem Bildungsausschuss Mals und dem Südtiroler Wochenmagazin ff verleiht, erhalten Hannah Lechner und Valentina Salutt vom Oberschulzentrum Schlanders für ihr Reportage „Hin und weg“ über die Lebensentwürfe zweier Südtiroler Frauen (1. Preis) sowie Elisabeth Steiner und Mirjam Platzgummer, ebenfalls vom Oberschulszentrum Schlanders, für ihr Stück „Den Wilden Westen in der Tasche“ über einen Indianer und einen Cowboy im Vinschgau, Südtirol (2. Preis). Das Stipendium soll jungen Talenten den Weg in den Journalismus ebnen. Ergänzend zum Gabriel-Grüner-Stipendium, das seit 16 Jahren an Journalisten vergeben wird, will das Schülerstipendium junge Menschen, die sich für den Beruf des Journalisten interessieren, fördern. In diesem Jahr wurden für das Schülerstipendium sechs Bewerbungen von vier Schulen eingereicht.

Die Jurytagungen für die Preise und Stipendien fanden am 5. und 6. März 2015 in Gabriel Grüners Geburtsort Mals in Südtirol statt.

Die Hansel-Mieth-Preise werden am 7. Mai 2015 um 19 Uhr in Fellbach bei Stuttgart übergeben, die Stipendien in Mals (der Termin der Übergabe steht noch nicht fest).

Jurymitglieder des Hansel-Mieth-Preises 2015:

  • Ingrid Eißele, Zeitenspiegel Reportagen (Vorsitzende der Jury)

  • Wolfgang Behnken, Art Director

  • Heiko Gebhardt, Ringier Verlag

  • Anton Hunger, PublizistChristian Jungblut, Reporter

  • Margot Klingsporn, Agentur Focus

  • Ingrid Kolb, Autorin

  • Lisa Rokahr, Zeitenspiegel Reportagen

  • Stefanie Rosenkranz, stern-Reporterin

  • Rüdiger Schrader, Inhaber Creative Consulting Schrader

  • Alexander Smoltczyk, Spiegel-Reporter

  • Alexandros Stefanidis, Leiter Reportage-Ressort Focus

Jurymitglieder des Hansel-Mieth-Preises digital:

  • Lisa Rokahr, Zeitenspiegel Reportagen (Vorsitzende der Jury)

  • Wolfgang Behnken, Art Director

  • Anton Hunger, Publizist

  • Christian Jungblut, Reporter

  • Margot Klingsporn, Agentur Focus

  • Ingrid Kolb, Autorin

  • Marcel Mettelsiefen, Fotograf

  • Stefanie Rosenkranz, stern-Reporterin

  • Rüdiger Schrader, Inhaber Creative Consulting Schrader

  • Alexander Smoltczyk, Spiegel-Reporter

  • Alexandros Stefanidis, Leiter Reportage-Ressort Focus

Jurymitglieder des Gabriel-Grüner-Stipendiums 2015:

  • Beatrix Gerstberger, Autorin (Vorsitzende der Jury)

  • Wolfgang Behnken, Art Director

  • Angela Butterstein, Akademie Schloss Solitude

  • Heiko Gebhardt, Ringier Verlag

  • Peter Grüner, Sozialarbeiter

  • Anton Hunger, Publizist

  • Christian Jungblut, Reporter

  • Margot Klingsporn, Agentur Focus

  • Ingrid Kolb, Autorin

  • Georg Mair, stellv. Chefredakteur ff (Schülerstipendium)

  • Marcel Mettelsiefen, Fotograf

  • Rainer Nübel, Zeitenspiegel Reportagen

  • Lisa Rokahr, Zeitenspiegel Reportagen

  • Stefanie Rosenkranz, stern-Reporterin

  • Rüdiger Schrader, Inhaber Creative Consulting Schrader

  • Alexander Smoltczyk, Spiegel-Reporter

  • Alexandros Stefanidis, Leiter Reportage-Ressort Focus