{"id":702,"date":"2023-07-14T22:00:00","date_gmt":"2023-07-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/relaunch2025.zeitenspiegel.de\/aktuelles\/fernseh-dokus-aus-der-ukraine\/"},"modified":"2025-07-30T07:34:55","modified_gmt":"2025-07-30T07:34:55","slug":"fernseh-dokus-aus-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitenspiegel.de\/en\/aktuell\/fernseh-dokus-aus-der-ukraine\/","title":{"rendered":"Fernseh-Dokus aus der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte Carsten Stormer nicht als Kriegsreporter in die Ukraine reisen. Warum er es dann doch tat \u2013 und wor\u00fcber er berichtete.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast ein Jahr lang hat Zeitenspiegel-Reporter Carsten Stormer in seiner Wahlheimat Manila <a href=\"https:\/\/www.journalist.de\/werkstatt\/werkstatt-detail\/warum-ich-nicht-in-die-ukraine-gegangen-bin\/\">nach Gr\u00fcnden gesucht<\/a>, nicht in die Ukraine zu reisen und von dort \u00fcber den Krieg zu berichten. W\u00e4hrend in der Ukraine Weltgeschichte geschrieben wurde, berichtete Stormer \u00fcber den Drogenkrieg in den Philippinen, drehte eine Dokumentation \u00fcber Goldsucher und einen Film \u00fcber einen Priester, der sich mit dem philippinischen Pr\u00e4sidenten anlegt; relevante Themen, die aber im Schatten der Ereignisse in der Ukraine seltsam bedeutungslos erschienen. Die Gr\u00fcnde gegen eine Reise ins Kriegsgebiet waren gute Gr\u00fcnde, sagte ihm sein Kopf. Doch sein Bauch war anderer Meinung. Nach zehn Monaten hielt Stormer es nicht l\u00e4nger aus, das Ganze aus der Ferne zu beobachten. Er wollte selbst berichten, entstaubte seine schusssichere Weste, buchte einen Flug nach Warschau und fuhr von dort mit dem Nachtzug nach Kiew.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen war Stormer zwei Mal f\u00fcr mehrere Wochen in der Ukraine. Im Januar f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kW8ALVTBI5M\"><em>arte<\/em>-Dokumentation<\/a> \u00fcber Ermittler, die Kriegsverbrechen aufkl\u00e4ren. Im Mai reiste Stormer im Auftrag von \u201eNZZ Format\u201c f\u00fcr zwei Wochen in die s\u00fcdukrainische Stadt Cherson, um einen <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/nzz-format\/video\/die-unbeugsamen-von-cherson---zivilisten-im-widerstand-zwischen-besetzung-und-beschuss?urn=urn:srf:video:0c5e40a5-58b6-4fbf-8a9f-6279d9e82a75\">Film f\u00fcrs Schweizer Fernsehen<\/a> zu drehen. Seit der Befreiung von den russischen Besatzern ist die Stadt eine Todeszone. Putins Truppen beschie\u00dfen die Stadt t\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Stormer begleitete in Cherson Menschen, die sich w\u00e4hrend der Besetzung nicht aus ihrer Heimat hatten vertreiben lassen und sich nun auf ihre ganz eigene Art der russischen Aggression widersetzen. Olexandr Kniga, einer der wichtigsten und angesehensten Theaterregisseure der Ukraine, l\u00e4sst Dichter und S\u00e4nger im Luftschutzkeller seines Theaters auftreten. Alina Dozenko, Direktorin des Kunstmuseums, und die Kuratorin Hannah Skripka f\u00fchrten die Russen mit einer List hinters Licht, um ihren Kunstschatz zu retten. Wladimir Sagajak, der Leiter eines Kinderheims, bewahrte 46 Waisenkinder vor der Verschleppung nach Russland. Seine Tochter Katarina Fatejewa und sein Enkel Maxim halten mit Klavierunterricht und Musik den Krieg und das t\u00e4gliche Bombardement auf Abstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade jetzt, da der Krieg ins zweite Jahr geht, die mediale Aufmerksamkeit abnimmt und sich eine gewisse Kriegsm\u00fcdigkeit in die Berichterstattung einschleicht, ist es wichtig, weiterhin das Augenmerk auf die Geschehnisse in der Ukraine zu richten, um den Konflikt auszuleuchten, aber auch, um die Menschen, die am meisten unter Besetzung und Beschuss leiden, nicht zu vergessen. Das kann, dass muss Journalismus leisten, damit wir nicht abstumpfen. Und das ist ein guter Grund, trotz allem, in die Ukraine zu reisen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte Carsten Stormer nicht als Kriegsreporter in die Ukraine reisen. 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