{"id":6200,"date":"2025-09-17T14:07:17","date_gmt":"2025-09-17T14:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/relaunch2025.zeitenspiegel.de\/?post_type=projekte&#038;p=6200"},"modified":"2025-09-22T18:36:30","modified_gmt":"2025-09-22T18:36:30","slug":"im-land-der-rhoener-2","status":"publish","type":"projekte","link":"https:\/\/www.zeitenspiegel.de\/en\/projekte\/im-land-der-rhoener\/im-land-der-rhoener-2\/","title":{"rendered":"In the Land of the Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Erschienen in &#8222;natur&#8220; 11\/19<\/p>\n\n\n\n<p>Von Autorin\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeitenspiegel.de\/en\/autoren\/rike-uhlenkamp\/\">Rike Uhlenkamp<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Where Thuringia, Bavaria, and Hesse meet, a sea of gentle mountains rises: the Rh\u00f6n. Once separated by the Iron Curtain, the region today invites nature lovers, adventurers, and animal enthusiasts alike. A visit to an underestimated low mountain range.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Land der Rh\u00f6ner Wo Th\u00fcringen, Bayern und Hessen aufeinandertreffen, erhebt sich ein Meer sanfter Berge: die Rh\u00f6n. Einst durch den Eisernen Vorhang getrennt, l\u00e4dt die Region heute Naturfreunde, Abenteurer und Tierliebhaber gleicherma\u00dfen ein. Besuch in einem untersch\u00e4tzten Mittelgebirge Dort \u00fcber uns fliegt noch einer\u201c, rufe ich Harald J\u00f6rges zu. Der Pilot sitzt hinter mir. Den Kopf weit in den Nacken gelegt, starre ich in den Himmel. Drei Bussarde kreisen \u00fcber uns, schrauben sich Runde f\u00fcr Runde in die H\u00f6he \u2013 immer weiter Richtung Wolkendecke. \u201eWahnsinn\u201c, platzt es aus mir heraus. Vergessen ist das mulmige Gef\u00fchl, mit dem ich vor wenigen Minuten in das Segelflugzeug gestiegen bin, vergessen die Furcht, sich ohne Motor, nur von der Energie der Sonne getragen, in die Luft zu begeben. Die Natur l\u00e4sst uns nicht im Stich \u2013 nicht den Piloten J\u00f6rges und mich, nicht die Greifv\u00f6gel. \u201eDie wissen, wo die beste Thermik ist.\u201c Es sei ein idealer Nachmittag zum Fliegen, versicherte J\u00f6rges mir unten auf dem Flugplatz der Wasserkuppe, dem h\u00f6chsten Berg Hessens, etwa 30 Kilometer \u00f6stlich von Fulda. Die noch starke Herbstsonne trifft auf den abgek\u00fchlten Boden. \u201eDie Luft heizt sich auf und die warmen Molek\u00fcle steigen nach oben \u2013 und wir mit ihnen\u201c, erkl\u00e4rt J\u00f6rges. Er steuert das Segelflugzeug unter eine der wei\u00dfen Sch\u00e4fchenwolken, die den blauen Himmel \u00fcbers\u00e4en und ein deutliches Zeichen f\u00fcr die Aufwinde sind. \u201eGleich zieht sie uns hoch!\u201c Vom Rand ins Zentrum W\u00e4hrend wir immer h\u00f6her steigen, schaue ich rechts und links nach unten. Aus der Luft hat man den besten Blick auf die Rh\u00f6n. Auf etwa 1500 Quadratkilometern erstreckt sich das Mittelgebirge \u00fcber die entlegenen Zipfel dreier Bundesl\u00e4nder: den \u00e4u\u00dfersten Westen Th\u00fcringens, den Norden Bayerns und den Osten Hessens. Vor der Wende fiel die Rh\u00f6n im Westen in das Zonenrandgebiet, lag im Osten in der Sperrzone. Diese Randlage erm\u00f6glichte es der Natur, sich an vielen Stellen ungest\u00f6rt auszubreiten. Doch das Mittelgebirge, das mit dem Ende der DDR pl\u00f6tzlich in das Zentrum Deutschlands rutschte und seit 1991 von der Unesco zum Biosph\u00e4renreservat ernannt wurde, blieb trotzdem lange eher unbeachtet. Zu bekannt sind die anderen deutschen H\u00f6henz\u00fcge, wie die Alpen, der Schwarzwald oder der Harz. Doch wer sich wie wir auf eine Reise in das Dreil\u00e4ndereck aufmacht, trifft sie, die Menschen, die sich f\u00fcr ihre Region, die einzigartige Natur und Kultur einsetzen, um die Aufmerksamkeit der Touristen und Wanderer k\u00e4mpfen. Dank ihnen feiern die Rh\u00f6nschafe ein erfolgreiches Comeback, staunen Touristen auf den vielen Wanderwegen \u00fcber den Fernblick, die Vielfalt an Pflanzen und Tieren, tapsen Besucher durch die stockdunkle Nacht, um Sterne und Planeten zu beobachten, oder sie schweben wie ich nahezu lautlos durch die Luft. Seit \u00fcber 30 Jahren fliegt der 63-j\u00e4hrige Harald J\u00f6rges hauptberuflich Motor- und Segelflugzeuge, vor 18 Jahren \u00fcbernahm er die Leitung der Segelflugschule. 1924 wurde sie gegr\u00fcndet und ist damit die weltweit \u00e4lteste. Denn hier im Herzen der Rh\u00f6n wurde das Segelfliegen geboren. Das Hochplateau und die sanften H\u00e4nge der 950 Meter hohen Wasserkuppe wurden wie viele Gebiete der Rh\u00f6n im Mittelalter gerodet und als Weidefl\u00e4che genutzt. Freie Felder und Sicht f\u00fcr Menschen, die sich Bergh\u00e4nge hinunterst\u00fcrzen: Schon Anfang des 20. Jahrhunderts galt die Wasserkuppe als Mekka f\u00fcr Gleitsegler. Als die Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland den Motorflug verboten, zog es Flugzeugkonstrukteure, ehemalige Kriegspiloten und Flugbegeisterte erneut auf den Berg. Sie schraubten an den Flugzeugen, bauten die Motoren aus, experimentierten mit Materialien, \u00fcbten Starts und studierten die Thermik. \u201eDas Fliegen ohne Motor hatte niemand verboten.\u201c Heute starten die Segelflieger von der Wasserkuppe etwa 15?000 Mal im Jahr. \u201eDort rechts ist die ehemalige Grenze.\u201c Wo sie einst Deutschland teilte, erkennt man heute eine Schneise der Natur: das Gr\u00fcne Band. Obwohl die Wasserkuppe keine 10 Kilometer von der Grenze entfernt lag, wurde hier auch vor 1989 geflogen. J\u00f6rges erinnert sich an die Zeit: \u201eEs war ein beklemmendes Gef\u00fchl. Die Ortschaft da vorne war schon in der DDR.\u201c Die Grenze unten am Boden war hermetisch gesichert, doch in der Luft mussten sich die Piloten auskennen, um nicht versehentlich \u00fcber den Eisernen Vorhang zu fliegen. Umso lieber denkt J\u00f6rges an die Zeit nach der Wende: An einem Sonntag im November boten er und seine Kollegen kostenlose Rundfl\u00fcge \u201ef\u00fcr die Neub\u00fcrger\u201c an. \u201eEs war ein regelrechter Boom. Sie wollten fliegen, endlich Freiheit erleben.\u201c Im h\u00fcgeligen Reservat J\u00f6rges und ich segeln \u00fcber das Feuchtgebiet Schwarzes Moor, den Rh\u00f6nwald, \u00fcber das Basaltblockmeer des Scharfsteins \u2013 sie liegen in den Kernzonen des 2400 Quadratmeter gro\u00dfen Biosph\u00e4renreservats. Hier wird die Natur sich selbst \u00fcberlassen. In den weitaus gr\u00f6\u00dferen Pflege- und Entwicklungszonen werden die f\u00fcr die Region pr\u00e4gende Landwirtschaft, Handwerk und der naturschonende Tourismus gesch\u00fctzt und gef\u00f6rdert. Einer, der Besucher durch den th\u00fcringischen Teil des Biosph\u00e4renreservats f\u00fchrt, ist Rolf Orthey. Mit dem ausgebildeten Naturp\u00e4dagogen laufen wir ein Teilst\u00fcck des sogenannten Entdeckerpfades, eines 18 Kilometer langen Wanderwegs. Die Tour startet an der Erlebniswelt Rh\u00f6nwald, einem interaktiven Besucherzentrum, f\u00fcr das Orthey arbeitet. Von dort wandern wir bergabw\u00e4rts, seinen Erkl\u00e4rungen lauschend: \u201eDie erste Besiedlung der Rh\u00f6n gab es etwa 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.\u201c Bandkeramiker lebten damals als Viehz\u00fcchter und Ackerbauern in dem Mittelgebirge. Auch in den folgenden Jahrhunderten besiedelten viele Volksgruppen das Gebiet, so wie zwischen 800 und 450 vor Christus die Kelten und um die Zeitenwende die Germanen. Der Name der Region geht auf sie zur\u00fcck: \u201eHraun ist die germanische Bezeichnung f\u00fcr steinig, felsiger Grund\u201c, erkl\u00e4rt der 61-j\u00e4hrige Orthey. Die F\u00fchrung bietet er in seiner Freizeit an. Er ist begeistert von der Natur. \u201eSchaut mal, der Baum dort ist mindestens 200 Jahre alt.\u201c Er deutet auf eine m\u00e4chtige Buche auf der anderen Seite eines leise pl\u00e4tschernden Baches. Ihm folgend wandern wir weiter hinunter ins Tal. \u201eMan kann annehmen, dass die Weidefl\u00e4che fr\u00fcher bis hier hoch ging, denn das ist ein Hutebaum.\u201c Unter ihm weidete das Vieh, fra\u00df die Bucheckern. Auch hier sieht man wie in vielen Teilen des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n den Einfluss des Menschen auf die Natur. Die Krone des Baumes ist sehr tief, die \u00c4ste der Buche wurden heruntergebunden. \u201eSo spendeten sie noch mehr Schatten\u201c, erkl\u00e4rt Orthey. Die Rh\u00f6n, das raue, karge Gebirge, hat der Bev\u00f6lkerung schon immer viel k\u00f6rperlichen Einsatz abverlangt. \u201eHier lebt ein ganz eigener Menschenschlag. Sie haben immer aus wenig etwas gemacht.\u201c Nach etwa zweieinhalb Stunden Wanderung kommen wir auf einem Parkplatz in Unterweid an. Mit dem Auto des Naturf\u00fchrers fahren wir zum Start der Tour zur\u00fcck. Die Hauptattraktion der Erlebniswelt Rh\u00f6nwald ist das Ausstellungszentrum Arche Rh\u00f6n. \u201eEs ist an die biblische Geschichte angelehnt. Wie Noah haben wir die Pflanzen und Tiere der Rh\u00f6n mit in unser Schiff genommen, um \u00fcber sie zu informieren, sie zu sch\u00fctzen.\u201c Ein gro\u00dfer Teil des Museums ist dabei dem Rh\u00f6nschaf gewidmet. Schwarzer, hornloser Kopf, wei\u00dfer K\u00f6rper, lange Beine \u2013 sein spezielles Aussehen hat das Tier zum Aush\u00e4ngeschild der Region gemacht. Doch das Schaf ziert nicht nur die Cover zahlreicher Reisef\u00fchrer: Die Nutztierrasse, eine der \u00e4ltesten Deutschlands, pflegt die mageren H\u00e4nge und Wiesen des Mittelgebirges, verhindert, dass die Landschaft verbuscht. \u201eDie Schafe sind unsere Gebirgsrasenm\u00e4her\u201c, so Orthey. Der Kampf f\u00fcr das Rh\u00f6n-Maskottchen Mehrere Hundert der Landschaftspfleger stehen auch auf einer Weide oberhalb von Oberelsbach-Ginolfs in Bayern. Sie geh\u00f6ren zu Josef Kolb. In ausgewaschenem Sch\u00e4ferhemd und mit Sch\u00e4ferschippe in der Hand beobachtet er seinen Strobel Rudi, der aufgeregt um die Schafherde hin- und herrennt. Seit fast 35 Jahren h\u00e4lt und z\u00fcchtet Kolb die Rh\u00f6nschafe. Er ist damit einer ihrer Lebensretter. Weideten einst mehrere Hunderttausend der Tiere auf den Rh\u00f6nwiesen, waren es Mitte der 70er Jahre nur noch 300. Die Fleisch- und Wollimporte aus dem Ausland wurden immer billiger. Die Wolle der Rh\u00f6nschafe ist dick und grob; sie eignet sich schlechter als andere f\u00fcr die Herstellung von Kleidung. Au\u00dferdem gibt die Rasse weniger Fleisch als andere. Um die Nutztierrasse zu retten und mit ihnen auch die Kulturlandschaft, startete der BUND 1985 das Rh\u00f6nschaf-Projekt und gewann Landwirte daf\u00fcr, eine kleine Herde zu \u00fcbernehmen. So auch Josef Kolb. Neben Kolb gab es in Bayern und Hessen nur wenig andere Sch\u00e4fer. Die Grenze stellte f\u00fcr das gesunde \u00dcberleben des Rh\u00f6nschafs ein Problem dar. H\u00fcben wie dr\u00fcben gingen den Z\u00fcchtern die B\u00f6cke aus, es drohte die Inzucht. \u201eNach der Wende sind wir sofort r\u00fcber, um unsere B\u00f6cke zu tauschen\u201c, sagt Kolb. Insgesamt ist die Zahl der Rh\u00f6nschafe in der gesamten Rh\u00f6n heute wieder auf mehrere Tausend Tiere angestiegen. Gut f\u00fcr die Pflege der Landschaft. Doch auch f\u00fcr Kolb hat sich der Aufwand gelohnt: Seine Herde ist inzwischen auf 450 Muttertiere angewachsen, mit dem Verkauf von Lammfleisch und Wolle kann er sich und seine Familie ern\u00e4hren. Er vertreibt seine Produkte in einem Hofladen und beliefert Restaurants in der Umgebung. Zum Schafabtrieb organisiert der Biolandwirt in seinem Dorf einen Bauernmarkt, er f\u00fchrt Besucher durch seinen Stall. \u201eSie erfahren mehr \u00fcber meinen Alltag als Sch\u00e4fer und werden mit allen Sinnen angesprochen: Bei mir k\u00f6nnen sie die Tiere anschauen, sie k\u00f6nnen sie f\u00fcttern, sie riechen, h\u00f6ren, wie sie bl\u00f6ken, und zum Schluss k\u00f6nnen sie die Schafe schmecken\u201c, sagt Kolb. Unter den Sternen Im hessischen Teil der Rh\u00f6n, etwa 30 Kilometer von Kolbs Stall entfernt, kramt Bettina Herbst in ihrem gro\u00dfen Einkaufskorb und fragt: \u201eWelche Sternenbilder seht ihr?\u201c \u201eDen gro\u00dfen Wagen\u201c, schallt es aus der Gruppe zur\u00fcck. Mit Anorak, Schal und von einigen Gl\u00e4sern Apfelwein gew\u00e4rmt stehen etwa 20 Menschen vor ihr. Alle blicken in den Nachthimmel. \u201eGenau, den erkennt fast jeder, aber wusstet ihr, dass man an ihm auch die Himmelsrichtung bestimmen kann?\u201c Herbst zieht eine gro\u00dfe Taschenlampe aus dem Korb und leuchtet auf die zwei Sterne, die die R\u00fcckwand des Wagens bilden. \u201eWenn ich den Abstand f\u00fcnffach nach oben verl\u00e4ngere, lande ich beim Polarstern, der steht im Norden.\u201c Das wenig besiedelte Mittelgebirge ist einer der besten Pl\u00e4tze, um in Deutschland Sterne, Planeten und den Mond zu beobachten. Die Lichtverschmutzung, also das Aufhellen des Nachthimmels durch k\u00fcnstliches Licht, ist hier vergleichsweise gering. 2014 wurde das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n deshalb von der Dark-Sky Association offiziell als Sternenpark anerkannt. \u201eDoch, dass wir hier so toll Sterne beobachten k\u00f6nnen, ist eigentlich nur der positive Nebeneffekt\u201c, sagt Herbst. Die dunkle Nacht ist wichtig f\u00fcr viele Tiere und Pflanzen. Einige Insekten best\u00e4uben nachts, viele Zugv\u00f6gel fliegen \u00fcberwiegend in der Dunkelheit. \u201eSchaltet man den Tieren in der Nacht das Licht an, ist das so, wie wenn es f\u00fcr uns mitten am Tag stockdunkel wird. Sie verlieren die Orientierung und k\u00f6nnen nicht mehr so leben, wie es ihrer Natur entspricht.\u201c In den Gemeinden im Rh\u00f6ner Sternenpark, der sich \u00fcber alle drei Bundesl\u00e4nder erstreckt, wurde die Au\u00dfenbeleuchtung so ver\u00e4ndert, dass das k\u00fcnstliche Licht nicht mehr in den Himmel strahlt. Einige D\u00f6rfer schalten nachts f\u00fcr einige Stunden das Licht komplett aus. So auch die Kleinstadt Tann. Dort arbeitet Bettina Herbst bei der Touristeninformation. Seit drei Jahren leitet sie Besucher nachts durch die Natur. Der Strahl ihrer Taschenlampe, mit dem sie immer nur kurz auf die Sterne deutet, \u00fcber die sie spricht, ist das einzige erlaubte k\u00fcnstliche Licht auf der Wanderung. \u201eUnsere Augen k\u00f6nnen im Dunkeln besser sehen, als wir denken. Und wir haben ja auch noch einen sehr hellen Begleiter\u201c, sagt Herbst. Wie ein Scheinwerfer strahlt der Halbmond auf uns hinunter. Wir laufen weiter einen H\u00fcgel hoch, lassen die beiden Ortschaften zur\u00fcck, die soeben noch ein wenig der Dunkelheit gestohlen hatten. Oben pr\u00e4sentiert uns die Nacht ein funkelndes Himmelskino. \u201eAls die Menschen noch nicht so viel \u00fcber die Sterne wussten, dachten viele, sie st\u00fcnden bei dem Blick in den Nachthimmel Auge in Auge mit den G\u00f6ttern\u201c, sagt Herbst. Die Menschen interpretierten die Sterne, begannen sich Sagen auszudenken. \u201eInteressanterweise haben unterschiedliche Kulturen \u00e4hnliche Sternenkonstellationen zu Sternenbildern zusammengefasst\u201c, sagt Herbst. \u201eDer Teil des Sternenbildes Gro\u00dfer B\u00e4r, der bei uns als gro\u00dfer Wagen bezeichnet wird, ist in Amerika die gro\u00dfe Suppenkelle.\u201c Noch eine ganze Weile stehen wir auf dem H\u00fcgel, wippen gegen die K\u00e4lte von einem Fu\u00df auf den anderen, lauschen den Geschichten \u00fcber die Sternenbilder. Die Segelflieger, die bl\u00f6kenden Rh\u00f6nschafe, die Aussicht auf die H\u00fcgelwellen des Mittelgebirges und die Sternschnuppen, die an diesem Abend ab und an \u00fcber das Firmament huschen \u2013 sie alle buhlen um die Aufmerksamkeit der Besucher f\u00fcr die Rh\u00f6n. Mit Erfolg.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erschienen in &#8222;natur&#8220; 11\/19 Von Autorin\u00a0Rike Uhlenkamp Wo Th\u00fcringen, Bayern und Hessen aufeinandertreffen, erhebt sich ein Meer sanfter Berge: die Rh\u00f6n. Einst durch den Eisernen Vorhang getrennt, l\u00e4dt die Region heute Naturfreunde, Abenteurer und Tierliebhaber gleicherma\u00dfen ein. Besuch in einem untersch\u00e4tzten Mittelgebirge. 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