Das Maguindanao Massaker – Ein Jahr danach

Fotograf Carsten Stormer · 29.01.2011

Am 23. November 2009 schickt der Politiker Esmael „Toto“ Mangudadatu einen Konvoi aus sieben Kleinbussen mit 58 Menschen, darunter 34 Journalisten, 21 Frauen, mehreren Anwälten sowie seiner Ehefrau Genalyn, einigen Schwestern und Tanten in das Städtchen Shariff Aguak, um seine Kandidatur für das Amt des Provinzgouverneurs einzureichen. Niemand hatte es bislang gewagt, den regierenden Gouverneur Andal Ampatuan Sr. herauszufordern; eine Art selbsternannter Gottkönig mit uneingeschränkter Macht.

Kurz vor dem Ziel stoppen bewaffnete Männer der Privatarmee der Ampatuans den Konvoi. Man fesselt den verängstigten Insassen die Hände auf den Rücken, nimmt ihnen Handys und Kameras ab. Auf der Kuppe eines Hügels werden alle 58 Männer und Frauen nacheinander erschossen. Die Tat geht als „Maguindanao Massaker“ in die Geschichte der Philippinen ein.

 

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