Anlässlich des 100. Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern haben
die Dresdner Sinfoniker gemeinsam mit dem Gitarristen Marc Sinan das Konzertprojekt “Aghet”
initiiert. “Aghet” – “Katastrophe” – ist für die Armenier zum Synonym
für das Verbrechen geworden, für das bis heute ein gemeinsames Narrativ
und ein eindeutiger Ausdruck fehlt. Die Dresdner Sinfoniker wollen mit
ihren abendfüllenden Konzerten, in denen sie Werke von türkischen,
armenischen und deutschen Komponisten spielen, ein Zeichen der
Versöhnung setzen.
Teil des Konzertprojekts ist eine Fotoausstellung zum Thema Flucht und
Vertreibung der Zeitenspiegel-Fotografen Christoph Püschner und Frank
Schultze. Die Uraufführung von “Aghet” fand am 27. November in Berlin
statt. Im April 2016 gastieren Konzert und Ausstellung in Dresden,
anschließend in Belgrad, Eriwan und Istanbul.