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Erschienen in „stern – Ratgeber Bildung“, 13. September 2010
Manche Eltern erschrecken, wenn sie sehen, wie groß die Spannbreite in den Klassen ist: Da sitzt das Migrantenkind mit Sprachproblemen neben dem Überflieger, oder der Musterschüler neben dem Zappelphilipp. Sie sind dann in Sorge, ob ihr Kind in so einer Umgebung auch genug lernt. Dabei kommt es gar nicht auf die Zusammensetzung eines Jahrgangs an, sondern darauf, wie die Pädagogen mit dem vielfältigen Hintergrund ihrer Schüler umgehen. Die Schule Kleine Kielstraße in Dortmund hat einen Ausländeranteil von über 90 Prozent – aber die Lehrer machen ihre Schüler so fit, dass es die Hälfte aufs Gymnasium schafft