Buch „Straße der Träume“

Lange hatten unser Autor Raphael Thelen und der Fotograf Thomas Victor,
ein west-ostdeutsches Reportertandem, über rechte Umtriebe in
Ostdeutschland berichtet. Irgendwann reichte es ihnen. Es schien ihnen
zu einseitig. Und eine Frage begann an ihnen zu nagen: Würden rechte
Tendenzen womöglich noch verstärkt, wenn man ihnen eine Bühne bietet?

Außerdem treffen ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall viele
Klischees über den braunen, abgehängten Osten nicht mehr zu. Also
machten sich die Reporter für Spiegel Online zu einem Roadtrip entlang
der Bundesstraße 96 auf. Auf der wichtigsten Fernstraße der DDR reisten
sie im Frühjahr 2017 aus dem tiefsten Sachsen über Berlin zu den weiten
Horizonten der Ostsee.

Wie bei jedem guten Roadtrip ging es ihnen nicht darum anzukommen,
sondern unterwegs zu sein und dem Zufall Raum zu geben. So trafen sie
Flussschiffer und Hausbesetzer, Dialysepatienten, Stasi-Opfer,
Kommunisten, Barfrauen und Popmusiker. Doch statt sie nach ihren
Ängsten, ihrer Wut und ihrem Hass zu fragen, wollten die beiden Reporter
wissen: Wovon träumt ihr?

Die Antworten, die sie erhielten, veränderten ihren Blick auf
Ostdeutschland.

Aus dem Erlebten produzierten sie eine multimediale Reportageserie – und
erhielten kurz darauf einen Anruf aus einem Verlag. Ob sie sich
vorstellen könnten, ihren Roadtrip in Buchform zu bringe. Und zwar bis
zur Leipziger Buchmesse.

Viele Texte waren unterwegs entstanden, waren eilig erstellte
Momentaufnahmen und würden neu geschrieben werden müssen. Videos würden
selbstverständlich ganz rausfallen. Außerdem blieben nur zweieinhalb
Monate. Raphael und Thomas überlegten kurz und sagten dann zu.

Irgendwie ist auch diese Vollgasfahrt am Ende des Roadtrips gutgegangen.
Am 14. März um 20 Uhr stellen die beiden ihr Buch im Neuen Schauspiel
Leipzig vor.

Erhältlich ist das Buch hier.

 

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