Freelens präsentiert Schultzes Taiwan-Projekt

21.03.2026

Zweimal besuchte Zeitenspiegel-Fotograf Frank Schultze 2023 und 2024 den „Goldenen Wasserweg“, der zwischen einer taiwanesischen Insel und Chinas Küste liegt. Das aufwendige Projekt wurde nun als Freelens-Showcase ausgewählt.

Auf seiner Website präsentiert Freelens, der Berufsverband freier Fotografinnen und Fotografen, immer wieder besonders bemerkenswerte Projekte seiner Mitglieder. Diese kuratierten Arbeiten, genannt „Showcases“, sollen laut Freelens „einen Einblick in die kreative Vielfalt und das Engagement unserer Mitglieder geben“. Auch Zeitenspiegel-Fotograf Frank Schultze wurde nun mit einem solchen Showcase gewürdigt: für seine Bilderserie zum „Goldenen Wasserweg“. Dieser liegt zwischen der chinesischen Küstenmetropole Xiamen und der Inselgruppe Kinmen, die zwar nur rund zwei Kilometer vor dem chinesischen Festland liegt – aber zu Taiwan gehört. Die Fährverbindung zwischen diesen Orten nahm 2023 nach einer dreijährigen Corona-Pause den Betrieb wieder auf. Und schnell war alles wieder beim Alten: Taiwanesische Reisende kehrten mit Koffern voller Schmuggelware von Xiamen nach Kinmen zurück.

Frank Schultze war durch einen Medienbericht auf diese außergewöhnliche Fährverbindung aufmerksam geworden, die zwei Staaten verbindet, welche auf eine seit ihrer Gründung konfliktreiche gemeinsame Geschichte zurückblicken; in jüngeren Jahren nahmen die Spekulationen zu, ob die immer mächtigere Volksrepublik China zu einem Militärschlag ausholen würde, um sich die aus ihrer Sicht „abtrünnige Provinz“ Taiwan einzuverleiben.

Mit einem Stipendium der VG Bild reiste Schultze 2023 erstmals an diesen geopolitischen Hotspot, recherchierte und fotografierte zwei Wochen lang. Wieder in Deutschland, stellte er das Ergebnis der Bildredaktion des Magazins Mare vor. Dies mündete in den Auftrag, die Fähren von Kinmen ein weiteres Mal zu besuchen – nun gemeinsam mit der Autorin Angela Köckritz. Im November 2024 fuhren die beiden unzählige Male zwischen China und Taiwan hin und her. Und brachten von dort die Reportage „Fähre der Hoffnung“ mit.

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