Zeitenspiegel Reportagen

Hansel-Mieth-Preis digital für Spiegel-Beitrag

12.03.2019

Den Hansel-Mieth-Preis digital 2019 gewinnen der Reporter Marius Münstermann und der Fotograf Christian Werner. Ihre multimediale Reportage „Jagd auf die Holz-Mafia“ ist im November 2018 in der Spiegel-Digitalausgabe und auf Spiegel online erschienen.

Die Reportage erzählt, wie Kriminelle, Generäle und Politiker die Urwälder Kambodschas zerstören, um sich am Verkauf von Edelhölzern zu bereichern. Die Holzfäller plündern sogar Gebiete, deren Schutz die EU mit Millionen Euro fördert. Die Reporter hatten eine Mafia erwartet, die bei Nacht und Nebel in die Wälder schleicht. Doch der Raubbau am Regenwald ist in Kambodscha ein offenes Geheimnis. Das dokumentiert das Team auf eindringliche Weise.

Darüber hinaus erwähnte die Jury zwei Multimedia-Produktionen lobend:

Die Autoren Roman Höfner, Alexander Epp und Roman Lehberger berichteten unter dem Titel „Das Hass-Netzwerk“ für den Spiegel über eine Gruppe von militanten Rechtsextremen in den USA.

Die Fotografin Manuela Braunmüller zeigt in ihrer Arbeit „Kuhmilch“ die industrialisierte Produktion des Lebensmittels.

Für den Hansel-Mieth-Preis digital, der 2019 zum fünften Mal verliehen wird, wurden 39 Bewerbungen eingereicht. Er ist mit 6000 Euro dotiert.

Die Jury: Raphael Thelen, Zeitenspiegel Reportagen (Vorsitzender der Jury); Christoph Borgans, freier Reporter; Gesa Gottschalk, Geo; Anton Hunger, Publizist; Hannes Opel, Stuttgarter Zeitung; Bernhard Riedmann, Der Spiegel; Dominik Stawski, Stern; Michael Schmieder, Gründer des Schweizer Demenz-Wohnheims Sonnweid; Isabel Stettin, Zeitenspiegel Reportagen.